Phishing im Betrieb erkennen: An diesen Zeichen entlarven Sie gefälschte E-Mails
Die meisten erfolgreichen Angriffe auf Firmen fangen nicht mit einem Hackerangriff im Kinofilm-Stil an, sondern mit einer ganz normal aussehenden E-Mail. Wer weiß, worauf zu achten ist, erkennt die Fälschung meist in wenigen Sekunden. Dieser Überblick hilft Ihnen und Ihrem Team dabei.
Was ist Phishing eigentlich?
Beim Phishing geben sich Angreifer als vertrauenswürdiger Absender aus – als Bank, Lieferant, Microsoft oder sogar als der eigene Chef. Ziel ist, dass jemand auf einen Link klickt, ein Passwort eingibt, eine Datei öffnet oder eine Überweisung auslöst. Es ist kein technisches, sondern ein menschliches Einfallstor. Genau deshalb ist geschultes Personal der beste Schutz.
Woran erkenne ich eine Phishing-Mail?
Achten Sie auf die Absenderadresse hinter dem angezeigten Namen – oft steckt dort eine kryptische oder leicht abgewandelte Domain. Verdächtig sind außerdem: unerwartete Anhänge, künstlicher Zeitdruck („Handeln Sie sofort, sonst wird Ihr Konto gesperrt“), eine unpersönliche Anrede, holprige Sprache und Links, deren Ziel beim Darüberfahren nicht zur angeblichen Firma passt. Einzeln ist keins davon ein Beweis. Kommen mehrere zusammen, ist Vorsicht angebracht.
Die gefährlichsten Maschen für Unternehmen
Besonders teuer wird der sogenannte CEO-Betrug: Eine Mail, scheinbar von der Geschäftsführung, bittet die Buchhaltung um eine dringende, vertrauliche Überweisung. Ebenfalls verbreitet sind gefälschte Rechnungen bekannter Lieferanten mit geänderter Kontonummer und Warnungen, das Microsoft-365- oder Postfach-Passwort laufe ab. Alle drei setzen auf Routine und Zeitdruck – nicht auf Technik.
Was tun bei Verdacht?
Nicht klicken, nicht antworten, nichts herunterladen. Im Zweifel den angeblichen Absender über einen bekannten, selbst herausgesuchten Weg kontaktieren – nicht über die Nummer oder den Link aus der Mail. Verdächtige Nachrichten sollten Mitarbeiter an die IT-Verantwortlichen weiterleiten, statt sie still zu löschen. So lernt der ganze Betrieb mit.
Was tun, wenn schon jemand geklickt hat?
Ruhe bewahren und schnell handeln. Wurde ein Passwort eingegeben, sollte es sofort geändert und – wo möglich – die Zwei-Faktor-Anmeldung aktiviert werden. Betroffene Geräte im Zweifel vom Netz nehmen und prüfen lassen. Wichtig ist eine Kultur ohne Schuldzuweisung: Wer einen Fehler sofort meldet, begrenzt den Schaden. Wer ihn aus Angst verschweigt, vergrößert ihn.
Vorbeugen ist günstiger als aufräumen
Technische Filter, Zwei-Faktor-Anmeldung und regelmäßige, kurze Sensibilisierung des Teams greifen zusammen am besten. Wenn Sie unsicher sind, wie gut Ihr Betrieb aufgestellt ist, schauen wir uns das gerne gemeinsam an – etwa im Rahmen einer unverbindlichen Bestandsaufnahme. Melden Sie sich einfach über das Kontaktformular.
