Was kostet IT-Betreuung für kleine und mittlere Unternehmen?
Die häufigste Frage vor der ersten IT-Betreuung: Was kostet das eigentlich? Die ehrliche Antwort ist "kommt darauf an" — aber die Spannen und Stellschrauben lassen sich klar benennen.
Die drei üblichen Preismodelle
Pauschale pro Arbeitsplatz und Monat ist im Mittelstand am gängigsten — planbar für beide Seiten, meist gestaffelt nach Leistungsumfang (Basis-Helpdesk bis Komplett-Betreuung inklusive Strategie). Abrechnung nach Aufwand (Stundensatz) passt für punktuelle Projekte oder Firmen mit stark schwankendem Bedarf. Festpreis-Projekte gibt es für klar umrissene Vorhaben wie eine System-Migration oder Prozess-Digitalisierung — unabhängig von der laufenden Betreuung.
Was den Preis pro Arbeitsplatz treibt
Reaktionszeit-Zusagen (SLA), Umfang des Monitorings, ob Server und Firewall mit betreut werden, Anzahl der Vor-Ort-Termine und ob Microsoft 365 als eigenes Lizenz- und Verwaltungspaket dazukommt. Ein reiner Remote-Helpdesk ohne Server-Betreuung ist günstiger als eine Rundum-Betreuung mit garantierten Vor-Ort-Zeiten und 24/7-Monitoring.
Realistische Größenordnung
Für kleine Betriebe (10–30 Arbeitsplätze) bewegen sich Basis-Pakete meist im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Arbeitsplatz und Monat, Komplett-Betreuung mit Server- und Sicherheits-Management entsprechend höher. Zusatzmodule wie Managed Backup, Firewall oder ein Cyber-Risiko-Check werden meist separat kalkuliert. Die genaue Zahl hängt immer von Ist-Zustand und gewünschtem Umfang ab — seriöse Anbieter nennen sie erst nach einer Bestandsaufnahme, nicht vorab pauschal.
Was IT-Betreuung ohne Vertrag wirklich kostet
Der "Neffen-Support" oder ein Dienstleister nach Zuruf wirkt günstiger, bis der erste größere Ausfall kommt: keine Reaktionszeit-Zusage, keine Dokumentation, kein fester Ansprechpartner. Die versteckten Kosten liegen in Ausfallzeit, Datenverlustrisiko und der Zeit, die intern für IT-Feuerwehr statt Kerngeschäft draufgeht.
Wann sich eine Alternative zur Vollbetreuung lohnt
Nicht jeder Betrieb braucht eine volle Managed-IT-Betreuung. Wer nur punktuell Unterstützung braucht — etwa als Urlaubsvertretung für den eigenen Admin oder für ein einzelnes Projekt — fährt oft günstiger mit einem IT-Mitarbeiter auf Zeit: nur die tatsächlich gebuchten Tage werden bezahlt, ohne Mindestlaufzeit.
So kommen Sie zu einer belastbaren Zahl
Der einzige seriöse Weg zu einem konkreten Preis ist eine kostenlose Bestandsaufnahme: Anzahl Arbeitsplätze, vorhandene Systeme, gewünschter Umfang. Danach gibt es ein individuelles Angebot statt einer vagen "ab"-Zahl, die im Alltag ohnehin selten zutrifft.
